FAQ

Hier stellen wir alle Fragen rund um ein Freibad in Marzahn-Hellersdorf zusammen. Deine Frage ist noch nicht dabei? Dann einfach eine Nachricht an uns und wir nehmen sie schnellstmöglich mit auf.

An welchem Standort soll das Frei- und Hallenbad gebaut werden?

Die Bezirksverordnetenversammlung hat sich am 08. Oktober 2020 auf den Standort Jelena-Šantić-Friedenspark geeinigt. Dieser Standort ist (Stand: Juni 2022) aber noch nicht abschließend gesichert. Vielmehr soll nun – im Vorentwurf zum Bebauungsplan – anhand mehrerer Gutachten (z. B. Verkehrs- und Lärmgutachten) überhaupt erst geprüft werden, ob der Jelena-Santic-Friedenspark abschließend als Standort für das Frei- und Hallenbad geeignet ist.

Sollten diese Gutachten ergeben, dass dieser Standort doch nicht geeignet ist, gehen die Planungen am alternativen Standort am Biesdorfer Friedhosweg womöglich wieder von neuem los.

Alle Details zu den einzelnen Standorten haben wir hier zusammengestellt.

Standort & Alternative
Der Bezirk hatte doch bereits ein Freibad. Warum wurde das Wernerbad geschlossen?

Das Wernerbad hatte eine lange Tradition als Freibad und war in Kaulsdorf fest verankert. Allerdings wurde der Sanierungsstau mit den Jahren immer höher und das Bad musste schließlich 2002 wegen hygienischer Mängel geschlossen. Danach fand sich kein Pächter, der die Sanierungskosten bereits war zu finanzieren.

Warum wird das Wernerbad nicht saniert und wiedereröffnet?

Es gab mehrere Versuche, das Bad wieder in Betrieb zu nehmen. Alle scheiterten allerdings an den hohen Sanierungskosten. 2006 fand sich mit überparteilicher Unterstützung u.a. von Dr. Gabriele Hiller und Mario Czaja mit dem Verein Freunde des Wernerbades e.V. ein Kreis engagierter Bürger zusammen. Der Verein verfolgte das Ziel, das Freibad wiederzueröffnen.

Eine vom Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf dazu eingerichtete Arbeitsgruppe erörterte die dafür relevanten Fragen. Mit externer Unterstützuung von Fachleuten sah sich die Arbeitsgruppe allerdings mit dem Ergebnis konfrontiert. dass eine Wiedereröffnung aus vielfältigen Gründen nicht möglich ist. Da Areal war zu dieser Zeit bereits als Freibad entwidmet und als Gewässer II. Ordnung eingestuft. Eine Wiedereröffnung eines Freibades würde daher ein neues Prüfverfahren nach den heutzutage viel strengeren Maßstäben erfordert. Viele Gründe wie z.B. Lärmimmissionen, wasserschutzrechtliche Bedenken sowie verkehrstechnische Probleme standen einer Nutzung als Freibad dabei entgegen. Die Details dazu finden Sie in dem Bericht des Bezirksamtes.

Abschlussbericht des Bezirksamtes zur Wiedereröffnung Wernerbad
Welche Fläche wird benötigt?

Es wird von einem Flächenbedarf von 10.000-25.000m² ausgegangen.

Was würde der Bau eines Freibades kosten?

Die Kosten für ein Freibad werden bei 15 bis 18 Millionen € geschätzt. Als Kombibad (Freibad mit witterungsunabhängiger Schwimmhalle ) werden Kosten in Höhe von 32 bis 33 Millionen € prognostiziert.

Aktuell (Stand: Juni 2022) ist die Finanzierung des Kombibads allein mit Landesmitteln immer noch nicht gesichert, es gibt nach wie vor kein Geld vom rot-rot-grünen Senat.

Hintergrund: Im März 2022 verkündeten die Berliner Bäderbetriebe einen riesigen Sanierungsstau von 400 Millionen Euro. Sogar bereits geplante Vorhaben wurden aufgrund fehlender finanzieller Mittel von der Vorhabenliste gestrichen. Daher muss ernsthaft über neue Finanzierungsquellen, z. B. Bundesmittel und/oder private Investoren, nachgedacht werden.

Welche Anforderungen werden an den Standort gestellt?

Für die Untersuchung des Bezirksamtes wurden u.a. folgende Kriterien betrachtet:

  • bauplanungsrechtliche Einordnung
  • Zentralität
  • Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
  • Kosten
  • Lärm- und Umweltbelastung

Was ist ein Kombibad?

Ein Kombibad umfasst sowohl ein Freibad als auch eine witterungsunabhängige Schwimmhalle.

Freibad? Gibt es keine wichtigeren Probleme wie marode Schulen und fehlende Schulplätze?
Ja, es gibt viele weitere Themen, die vorangetrieben werden müssen. Der bauliche Zustand unserer Schulen gehört auf jeden Fall dazu. Hier stehen viele Gelder zur Verfügung, die derzeit einfach nicht abgerufen werden.

Lange Zeit waren aber auch zwei von drei Schwimmhallen in unserem Bezirk dauerhaft gesperrt bzw. nur sehr eingeschränkt nutzbar. Das gefährdet auch die Durchführung des Schwimmunterrichtes in den dritten Klassen. Vor dem Hintergrund, dass sich nach einer Studie der DLRG knapp 60 Prozent aller Zehnjährigen im Wasser unsicher fühlen und dass nur noch 36 Prozent der Schüler in der Grundschule Schwimmunterricht haben, besteht hier dringender Handlungsbedarf.

Außerdem zeigen die Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen, dass 29% der Kinder Entwicklungsverzögerungen im motorischen Bereich aufweisen. Dies ist der höchste Wert Berlins. Auch hier kann durch ein Freibad mit Schwimmhalle gegengesteuert werden.

Wer soll das Freibad betreiben?
Für den Betrieb kommen unter anderem die Berliner Bäderbetriebe in Frage. Diese haben sich bisher nicht für einen Bau eine Freibades in Marzahn und Hellersdorf eingesetzt. Daher hat sich der zuständige Sportausschuss des Bezirksparlamentes auf Initiative der CDU dafür ausgesprochen, bei der Betreibersuche nicht nur der Berliner Bäderbetriebe einzubeziehen. Auch private Betreiber sollen zum Zuge kommen können, sofern sie einen schnelleren Baubeginn und Eintrittspreise auf dem Niveau der BBB ermöglichen.